Einsätze | 03.08.2008: Wohnungsbrand nach Implosion

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Datum/Uhrzeit: von 03.08.2008 23:56 Uhr
  bis 04.08.2008 01:45 Uhr
Einsatzort: Garlstorf, Ahrwaldstraße
Bezug: Feuer
Feuerwehr:
  • FF Gödenstorf-Oelstorf | TSF-W, MTF
  • FF Garlstorf | TLF 8W, LF 16 TS, MTF
  • FF Salzhausen | TLF 16/25, LF 8, RW, MTF
  • FF Garstedt | ELW
  • FF Toppenstedt | TSF
  • FF Winsen/Luhe | DL
  • FF Hanstedt | ELW
Kameraden: 27
Einsatzleiter: OBM Garlstorf Norbert Petersen

Zu einem Großeinsatz für die Feuerwehr der Samtgemeinde Salzhausen entwickelte sich in der Nacht zum 4. August ein Feuer in der Ahrwaldstraße in Garlstorf. Um 23:12 Uhr löste die Rettungsleitstelle in Winsen die Sirenen und Funkmeldeempfänger im Ort aus und meldete ein Feuer durch ein implodiertes Fernsehgerät. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute stellten eine starke Rauchentwicklung aus dem 1. Obergeschoß eines Einfamilienhauses sowie Feuer in mindestens einem Raum fest. Sofort rüstete sich ein 3-Mann-Trupp mit schwerem Atemschutz aus und ging in das Gebäude vor. Kurz nach Erreichen des 1.OG war jedoch ein weiteres Vordringen aufgrund der starken Hitze nicht mehr möglich. Da die Gefahr einer Rauchgasdurchzündung bestand, wurde der Trupp zurück gezogen.
Zu diesem Zeitpunkt bestand zudem die unmittelbare Gefahr der Brandausbreitung auf den Dachstuhl, sodass Einsatzleiter Norbert Petersen die FF Salzhausen, die Drehleiter der FF Winsen und die Wärmebildkamera der FF Hanstedt anforderte. Kurze Zeit später wurden zusätzlich die FF Toppenstedt und die FF Gödenstorf-Oelstorf nachalarmiert, um den hohen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern zu decken.
Zudem wurde eine Löschwasserleitung über eine Strecke von fast einem Kilometer zu einem Hydranten der Hamburger Wasserwerke verlegt, um im Falle einer Durchzündung des Dachstuhls genug Wasser vor Ort zu haben.
Letztendlich gelang es, durch einen massiven Außenangriff auf den am stärksten betroffenen Raum, die Temperaturen so weit zu senken, dass ein Innenangriff wieder möglich wurde. Nach fast dreieinhalb Stunden konnte "Feuer aus!" an die Leitstelle in Winsen gemeldet werden.
Eingesetzt wurden von den Wehren ein B- und zwei C-Rohre, zwölf Trupps unter Atemschutz, eine Wärmebildkamera und ein Hochdruckbelüfter. Das Haus ist durch die Brandeinwirkung und Löschwasserschäden bis auf weiteres unbewohnbar. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei Winsen übernommen.

(Bericht: Matthias Köhlbrandt, KPW / Bilder: Matthias Köhlbrandt, KPW / Mathias Wille, GPW)